****Wir wünschen allen Aktiven, Freunden und Förderern der Ehrenamtsagentur ein erfolgreiches 2019, Glück und vor allem Gesundheit!****

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Neues Wetterau-Projekt: Schnupperkurs - Einstieg in das Pflegewesen – Chance für Menschen mit Migrationshintergrund

 

Das ehrgeizige Ziel des Wetteraukreises ist es, in den nächsten 4 Jahren ca. 130 Teilnehmer/innen zu motivieren, sich im Bereich der Pflege und angrenzenden  Dienstleitungen fachspezifisch zu qualifizieren und damit ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. Es ist ein Orientierungs- und Qualifizierungskurs – als Vorbereitung auf die spätere Ausbildung. Dieses Projekt mit dem Namen „Wetterauer Wege in die  Sozialwirtschaft“  soll gleichzeitig dem aktuellen Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegen wirken.

Die Mitglieder des Projektes „Start in die Arbeitswelt“ der Ehrenamtsagentur Büdingen e.V.  Dr. Eilhard Hillrichs, Jules Schröder und Dieter Egner luden deshalb die verantwortlichen Träger, die FrauenArbeitBildung gGmbH (FAB) und den Verein Regionale Dienstleistungen Wetterau (RDW), zur einer Präsentation des Projektes in die Räume der Ehrenamtsagentur nach Büdingen ein.

Der Orientierungskurs dauert - einschließlich der Praxisphase - insgesamt 23 Wochen. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine gute Auffassungsgabe, hohe Motivation und Sprachstand Level B 1.

Spätere berufliche Perspektiven können sowohl in der Pflege-Ausbildung als auch im Bereich Erziehung  z.B. als Behinderten-Betreuungsassistenten*innen, Tagesmütter/Tagesväter, Kinderbetreuer/Babysitter und anderen Helfertätigkeiten in sozialen Einrichtungen sein. Im Umfeld der Pflege kann auch auf eine Tätigkeit in der Betreuung von Demenzkranken, als Alltagsbegleiter, in der Hauswirtschaft oder als Pflegeassistent*In vorbereitet werden.

Kooperationspartner des Projektes sind u.a. die Beruflichen Schulen am Gradierwerk (Bad Nauheim), das Maininstitut Altenpflegeschule (Friedberg), die Theodora Konitzky Akademie gGmbH (Bad Nauheim) und die VDAB-Staatlich anerkannte  Altenpflegeschule (Ortenberg). Die Finanzierung erfolgt über das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, den Wetteraukreis und das Jobcenter Wetterau.

Ziel der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe „Start in die Arbeitswelt“ ist es, genügend Teilnehmer*innen in Büdingen zu finden, damit auch hier vor Ort ein Kurs stattfinden kann.

Kontakt per Mail oder Telefon: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: 0 60 31 – 69 37 19-10 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Telefon 06031 68 43 30 oder über das Büro der Ehrenamtsagentur Büdingen e.V. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

UNTERSTÜTZUNG Land Hessen fördert Büdinger Projekt „Wir machen uns stark“ / Einstieg in die Arbeitswelt

BÜDINGEN - (red). Das Land Hessen fördert ein neues Projekt in Büdingen. Der Einstieg in die Arbeitswelt ist eines der wichtigsten Faktoren für eine gelingende Integration. Dies ist Grund, weshalb das Land mit dem Förderprogramm „Stark“ das Büdinger Projekt „Wir machen uns stark: Potenziale fördern und nutzen“ der Ehrenamtsagentur unterstützt.

Büdinger Bürger haben im Netzwerk Neue Nachbarn seit 2014 Flüchtlinge und junge Einheimische in Handwerksbetriebe und kleine Unternehmen vermittelt. Dies ist der Ausgangspunkt der Überlegungen, schwerpunktmäßig ein Vermittlungsprojekt zur Integration in die lokale und regionale Arbeitswelt zu starten. Die Dauer der Maßnahme ist auf drei Monate angelegt. Kernpunkt des Projekts ist neben die Befragung von lokalen Kleinbetrieben und Dienstleitern der Einsatz von Mentoren, Begleitern und Paten, die die jungen Menschen beim Einstieg in die Arbeitswelt betreuen werden.

Die Mentoren begleiten ihren Schützling während der Einstiegsphase. Sie unterstützen bei der Berufsfindung, trainieren für Vorstellungsgespräche und sind der Rückhalt bei den ersten Schritten in der Praxis. Sie bilden gemeinsam ein Tandem. Mit Rat und Tat stehen sie bei Herausforderungen im Praktikum, dem Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten oder privaten Problemen zur Seite.

Eine enge Zusammenarbeit mit den in Büdingen tätigen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ist dabei ebenso wichtig, wie die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Wetterau. Die Aktion wird von Übungen und Informationsbausteinen begleitet, die für die augenblickliche Alltagsbewältigung notwendig sind. In dieser „Akademie des Alltags“ werden keine Kurse abgehalten, sondern für aktuelle Problemsituationen Lösungen erarbeitet.

Nähere Informationen gibt es im Ehrenamtsbüro im Büdinger Rathaus (Eberhard-Bauner-Allee 16) dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06042/884167 sowie per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

„Geschenk für die Gesellschaft“

WÜRDIGUNG Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner verleiht Landesauszeichnungen für soziales Bürgerengagement / Kurt Stoppel unter den Preisträgern

BÜDINGEN/WIESBADEN - (red). An acht Gruppen und acht Einzelpersonen hat Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner gestern – am Internationalen Tag des Ehrenamts – im Biebricher Schloss in Wiesbaden die Landesauszeichnungen für soziales Bürgerengagement vergeben. „Sie alle tragen mit Ihrem Engagement dazu bei, dass unsere Welt freundlicher, unsere Gesellschaft sozialer und toleranter wird“, lobte der Minister die Preisträger. Er betonte: „Eine demokratische Gesellschaft hat ohne bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement keinen Zusammenhalt und keinen Bestand. Wenn Menschen ihre Zeit und ihre Energie einem Ehrenamt widmen, ist dies ein Geschenk nicht nur für Einzelne oder einzelne Bevölkerungsgruppen, sondern für die gesamte Gesellschaft, für uns alle. Als solches muss es gewertet und hochgeschätzt werden.“ Zu den Preisträgern gehört auch der Büdinger Kurt Stoppel.

In Hessen ist die Bereitschaft, sich ehrenamtlich in den verschiedensten Lebensbereichen zu engagieren, außerordentlich groß. Etwa 2,4 Millionen Ehrenamtliche und Freiwillige setzen sich für die Gemeinschaft ein, um gemeinsam mit anderen Menschen etwas Gutes zu tun und direkt vor Ort etwas zu bewegen. Die Landesauszeichnung „Soziales Bürgerengagement“ wird zum 15. Mal verliehen. In diesem Jahr lagen der Jury 86 Bewerbungen vor. Dies macht deutlich, in welchem Ausmaß und in welchen vielfältigen Bereichen hessische Bürger ehrenamtlich tätig sind und sich in herausragender Weise engagieren.

  • HINTERGRUND

Durch das Bürgerprojekt „Bunte Gärten - Internationale Schrebergärten“ in Büdingen ist eine einst triste Maisackerfläche in einen blühenden Garten mit verschiedenen Früchten und Gemüsen verwandelt worden. Kurt Stoppel und seine Frau Christa haben dies als Projektleitung mit Hilfe einer multikulturellen Mischung aus Bürgern sowie Asylbewerbern und vielen Kindern begeistert umgesetzt. Täglich sind etwa 70 Personen in den Gärten aktiv, die in nur einem Jahr zum Treffpunkt zahlreicher Kulturen geworden sind. (red)

Die Jury hatte im Vorfeld der Verleihung zwei Schwerpunkte festgelegt: In diesem Jahr wurden unter dem Motto „Integration – von der Willkommenskultur zur Bleibestruktur“ zum einen Initiativen ausgezeichnet, deren Engagement im Bereich der Flüchtlingshilfe darauf abzielt, die Menschen nicht mehr nur willkommen zu heißen, sondern vielmehr auf Dauer in der Gesellschaft zu integrieren. Zum anderen werden Initiativen geehrt, denen die Inklusion aller Menschen ein besonderes Anliegen ist und die nach dem Motto „Inklusion – Menschen mit und ohne Behinderungen engagieren sich“ handeln.

Die Geehrten erhielten neben der Landesauszeichnung „Soziales Bürgerengagement“ in Form einer Skulptur auch ein finanzielles Dankeschön in Höhe von 300 Euro für ihren Verein oder ihre Organisation.

Vor gut einem Jahr startete in Büdingen das Projekt „Internationaler Schrebergarten“. Das Projekt  wird von Programm zur Stärkung der Gemeinwesenarbeit des Hessischen Sozialministeriums unterstützt. Mit Kindern und Familienangehörigen sind es ca. 150 Personen die hier der Gartenarbeit nachgehen.

Schon nach kurzer Zeit mauserte sich der Maisacker zu einem bunten Schrebergarten mit rund 33 Parzellen auf knapp 5500 Quadratmeter Grund, einschließlich einer Freizeitfläche. Von der großen Resonanz der neugewonnenen Schrebergärtner aus vielen Regionen der Welt überzeugten sich jetzt die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller und die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl  bei einem Besuch.

Neben Diskussionen über den Kichererbsen-Anbau, die unterschiedlichen Düngemethoden oder den Kräuterpflanzen aus den Heimatländern der „neuen Nachbarn“,  wurden aber auch Hindernisse und Hürden angesprochen, die dem Projekt in der Entwicklung vom Acker zum vollwertigen Gartenland  noch im Wege stehen.  Hierfür ist eine Nutzungsänderung der Fläche nötig, um die nachhaltige Zukunft der Gartenanlage zu sichern. „Das unterstützen wir selbstverständlich! Denn dieses Projekt ist der ideale Ort für Begegnung und Integration. Da viele Migranten und Flüchtlinge aus kleinbäuerlichen Verhältnissen kommen, können sie hier ihr Wissen gut anwenden und einbringen“, betonte die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller. 

Als Geschenk überreichten die „Schrebergärtner“  den Gästen eine der Zucchini ähnlichen Frucht, die für die pakistanische Küche unentbehrlich ist (Foto).